ISO 12101 macht Schluss mit Annahmen zu Schaftdichtungs-Performance
Der Artikel zeigt, wie Flüchtige-Emissionen systematisch unterschätzt werden, weil Schaftdichtungen häufig anhand unvollständiger oder nicht repräsentativer Testdaten bewertet werden. Trotz bestehender Normen wie ISO 15848-1, API 624 und TA Luft treten weiterhin Leckagen auf, da Broschüren und Datenblätter Leistungen versprechen, die in der Praxis ohne spezielle Einbauvoraussetzungen oder Ventilverlängerungen nicht erreichbar sind. Zegers beschreibt, wie Dichtungen bereits bei relativ geringen Temperatur- oder Druckabweichungen versagen – nicht aufgrund von Materialfehlern, sondern wegen falscher Annahmen zu Anwendung, Montage und Belastungsbedingungen. Damit werden Schaftdichtungen zu einer unterschätzten Fehlerquelle mit unmittelbaren Folgen für Sicherheit, Umweltschäden, Produktverluste und die Einhaltung immer strengerer VOC-Grenzwerte. Diese Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität wird mit gezielten Fugitive-Emission-Tests an Schaftdichtungen sichtbar gemacht.
ISO 12101 schließt diese Lücke, indem die Norm eine weltweit anerkannte Methode zum Prüfen, Klassifizieren und Qualifizieren von Schaftdichtungen unter realistischen Druck-, Temperatur- und Zyklusbelastungen bietet. Sie ergänzt ISO 15848-1, weil nicht das gesamte Ventil, sondern das Dichtungssystem im Mittelpunkt steht und vollständige Transparenz über Prüfaufbauten, Einbauparameter und Leistungsgrenzen schafft. Als Initiator und Leiter von ISO/TC 153 WG5 zeigt Colin Zegers, wie die Norm Herstellern, Endanwendern und Serviceunternehmen ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen, Emissionsrisiken zu reduzieren und das Vertrauen in die Dichtungsleistung wiederherzustellen. Wer verstehen will, warum ISO 12101 einen Wendepunkt im Emissionsmanagement und in der Ventilintegrität darstellt, sollte den vollständigen Artikel nicht verpassen.
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