Mit Überdruckprüfungen können Komponenten oder Anlagen unter realistischen Betriebs- oder Auslegungsbedingungen getestet werden. Dadurch sind die Ergebnisse repräsentativ, und Leckagen können frühzeitig lokalisiert werden, noch vor der Inbetriebnahme oder Wiederinbetriebnahme.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Festigkeitsprüfungen, also Hydrotests, und Gas-Leckprüfungen. Ein Hydrotest dient in erster Linie der Überprüfung der Festigkeit und der groben Dichtheit. Wasser kann Mikro-Leckagen vorübergehend verdecken, die Vakuumkompatibilität verschlechtern und zudem Korrosion sowie Verunreinigungen verursachen. Deshalb empfehlen wir, zuerst die empfindliche Gas-Leckprüfung durchzuführen, zum Beispiel mit der Schnüffelmethode, der Akkumulationsmethode oder der Druckabfallprüfung. Erst danach sollte gegebenenfalls der Hydrotest folgen, mit Trocknungs- und Reinigungsschritten dazwischen. Das gilt insbesondere für Anlagen, die später unter Vakuum oder mit kritischen Medien betrieben werden.