druktest

Wenn ein System unter Druck steht, müssen Sie sich auf jede Verbindung, jedes Ventil und jede Leitung verlassen können. Eine Druckprüfung von ITIS verschafft Ihnen diese Sicherheit. Wir setzen Ihre Komponenten einer kontrollierten Flüssigkeits- oder Gasdruckbelastung aus – von realen Betriebsbedingungen bis hin zu extremen Werten – und zeigen exakt auf, ob sie stark, sicher und vollständig dicht sind.

Ob Hydrotest, pneumatische Prüfung oder Bersttest – wir prüfen nach internationalen Normen, liefern vollständig nachvollziehbare Ergebnisse und arbeiten bei Bedarf nach ISO 17025-Akkreditierung. So wissen Sie im Voraus, was Sie erwartet, und vermeiden teure Überraschungen im Nachhinein.

Möchten Sie sicher sein, dass Ihre Druckausrüstung den Anforderungen der Praxis standhält? Entdecken Sie, was eine professionelle Druckprüfung für Sie leisten kann.

Druckprüfung durchführen lassen?

Haben Sie Fragen oder möchten Sie eine Druckprüfung durchführen lassen? Nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf – wir helfen Ihnen gern!

Fragen Sie IRIS

Haben Sie Fragen zu einem Druckprüfung?

Haben Sie Fragen zu einem Druckprüfung? Dann müssen Sie nicht mehr anrufen. Mit unserem digitalen Spezialisten ‚IRIS‘ erhalten Sie sofort eine Antwort auf jede Frage, die Sie zu diesem Test haben. Von allgemeinen Informationen bis hin zu spezifischen Details: Geben Sie einfach Ihre Frage ein und erhalten Sie direkt eine klare und relevante Antwort.

Zum Beispiel können Sie Fragen stellen zu:

  • Testmöglichkeiten und Spezifikationen
  • Zertifizierungen und Normen

Haben Sie Fragen zu einem Druckprüfung? Stellen Sie sie direkt an IRIS.

Was ist eine Druckprüfung?

Eine Druckprüfung ist eine kontrollierte Prüfung, bei der Komponenten und Systeme – etwa Armaturen, Leitungen, Druckbehälter oder Baugruppen – mit Flüssigkeit oder Gas unter Überdruck gesetzt werden. Ziel ist der Nachweis, dass das Objekt unter Betriebs- oder Prüfdruck mechanisch ausreichend stark und in der Praxis ausreichend dicht ist, ohne Versagen oder sichtbare Leckage. Es handelt sich um Festigkeits- und Druckdichtheitsprüfungen, nicht um feinfühlige Lecktests mit Helium oder Massenspektrometern.

Mehrwert einer Druckprüfung

In Branchen wie Öl und Gas, (Petro-)Chemie, Energie, Offshore, Maschinenbau und Mobilität kann das Versagen drucktragender Bauteile zu Leckagen, Produktionsstillstand, Umweltschäden und erheblichen Sicherheitsrisiken führen. Eine ordnungsgemäße Druckprüfung hilft,

  • realistische oder erhöhte Druckbedingungen bis ca. 3000 bar zu simulieren.
  • Schwachstellen, Montagefehler und sichtbare Leckagen frühzeitig aufzudecken.
  • zu verifizieren, dass die Konstruktion die erforderlichen Sicherheitsmargen einhält (z. B. über Bersttests an Prototypen).
  • gesetzliche sowie internationale und nationale Normen einzuhalten.
  • Sicherheit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Druckgeräten zu gewährleisten.
  • die richtige Prüfmethode (Wasser, Gas, Bersttest) auf Basis von Risikoanalyse und Spezifikationen auszuwählen.

Eine Druckprüfung ist ideal, auch für Sie

Druckprüfungen sind für alle relevant, die drucktragende Systeme oder Komponenten entwickeln, herstellen, installieren oder einsetzen und deren Sicherheit sowie Normkonformität nachweisbar belegen möchten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hersteller von Armaturen, Druckbehältern, Rohrleitungssystemen und Anlagenteilen, Ingenieurbüros.
  • Endanwender und Betreiber komplexer Anlagen, sowohl für die erste Inbetriebnahme als auch für die regelmäßige Neubewertung oder Typprüfung.

Die verschiedenen Arten von Druckprüfungen, die ITIS für Sie durchführt

Je nach Norm, Anwendung und Risikoprofil führen wir unter anderem folgende Druckprüfungen durch:

  • Hydrotests mit Wasser zur Prüfung von Festigkeit und sichtbarer Dichtheit unter erhöhtem Druck.
  • Pneumatische Drucktests mit Gas (z. B. Luft oder Stickstoff), wenn Wasser im System unerwünscht ist.
  • Bersttests, bei denen ein Prüfobjekt kontrolliert bis zum Versagen belastet wird, um Berstdruck und Sicherheitsreserven gegenüber dem Auslegungsdruck zu ermitteln.

Wenn möglich evakuieren und entlüften wir das Prüfobjekt vorab und füllen es sorgfältig, sodass das zurückbleibende Gasvolumen minimal ist. Das macht die Prüfung sicherer und die Druckreaktion leichter interpretierbar.

Die internationalen Normen für unsere Druckprüfung

ITIS führt Druckprüfungen gemäß Kundenspezifikationen und international anerkannten Richtlinien für Flüssigkeits- und Gasdruckprüfungen durch. Beispiele für häufig gefragte Normen und Regelwerke sind:

  • ISO 13445: Druckbehälter, Verifizierung von Festigkeit und Zuverlässigkeit durch Flüssigkeits- und Gasdruckprüfungen
  • ISO 9809: Gasflaschen aus Stahl, hydrostatische und Gasdruckprüfungen
  • ISO 14245 und API 598: Armaturenprüfungen zur Überprüfung der Dichtheitsleistung mit Flüssigkeit und Gas
  • ISO 5208: Druckprüfungen von Armaturen nach standardisierten Verfahren
  • ASME B31.3: Prozessrohrleitungen, Anforderungen an Druckprüfungen von Rohrleitungssystemen
  • BS 6364: Prüfverfahren für Armaturen, sowohl hydrostatisch als auch mit Gas
  • PED 2014/68/EU: Europäische Druckgeräterichtlinie, Konformitätsbewertung durch Flüssigkeits- und Gasdruckprüfungen

Berstprüfungen sind häufig Bestandteil von Konstruktions und Typprüfungsverfahren gemäß den jeweils relevanten Produktnormen oder kundenspezifischen Prüfprogrammen. Dabei wird in der Regel ein Mindestfaktor zwischen Auslegungsdruck und Berstdruck gefordert.

Die richtigen Berichte und Zertifizierungen

Nach Abschluss erhalten Sie einen detaillierten Prüfbericht mit der verwendeten Prüfmethode (Hydrotest, Gasprüfung, Bersttest), den Prüfdruckwerten, der Prüfdauer, den relevanten Messunsicherheiten sowie den beobachteten Ergebnissen, zum Beispiel keine sichtbare Leckage, kein Versagen, gemessener Berstdruck und Versagensort. Erfüllt ein Ventil, eine Komponente oder eine Typenreihe alle Anforderungen, können wir ein Zertifikat ausstellen, in dem die qualifizierten Typen, Größen und Bedingungen aufgeführt sind. Auf Wunsch können die Prüfungen live über eine gesicherte Verbindung mitverfolgt werden.

Wird die Prüfung unter ISO 17025-Akkreditierung durchgeführt, bietet dies zusätzliche Sicherheit:

  • Internationale Anerkennung der Ergebnisse (ILAC/RvA)
  • Unabhängige und rückverfolgbare Feststellung nach den höchsten Qualitätsstandards
  • Höherer rechtlicher und vertraglicher Stellenwert von Zertifikaten und Berichten

Ergebnisse unserer fachgerecht durchgeführten Druckprüfung

Eine Druck- oder Berstprüfung durch eine unabhängige Stelle bietet einen nachweisbaren Mehrwert:

  • Geringeres Risiko von Versagen oder Leckagen beim Einsatz unter hohem Druck
  • Einblick in die Sicherheitsreserve durch den Vergleich zwischen Auslegungsdruck und gemessenem Berstdruck bei Berstprüfungen
  • Unabhängiger Nachweis der Konformität mit internationalen Normen sowie mit kundenspezifischen oder PED-Anforderungen
  • Weltweite Akzeptanz bei Kunden, Aufsichtsbehörden und Zertifizierungsstellen
  • Objektive Ergebnisse auf Grundlage kalibrierter Messmittel und dokumentierter Prüfverfahren
  • Bestätigung, dass Materialien, Schweißnähte, Verbindungen und Konstruktionen unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren
  • Transparenz durch gesicherten Livestream und digitale Berichte im ITIS Cloud Portal

Akkreditiert, Ihre Sicherheit

ITIS ist von der Raad voor Accreditatie (RvA) unter dem Akkreditierungsnummer L656 akkreditiert. Für Sie bedeutet das Sicherheit: Unsere Test- und Messergebnisse sind nachweislich zuverlässig und erfüllen festgelegte Qualitätsstandards.

Dank der internationalen Anerkennung durch die ILAC MRA werden Ergebnisse innerhalb des Geltungsbereichs auch international akzeptiert. Das vermeidet Nachprüfungen, beschleunigt Prozesse und schafft Vertrauen bei Kunden, Aufsichtsbehörden und Partnern.

Sie arbeiten mit einer unabhängigen Stelle, die nach kontrollierten Verfahren arbeitet. Das sorgt für Klarheit, Konsistenz und eine starke Grundlage für Ihre technischen und kommerziellen Entscheidungen.

Überlassen Sie nichts dem Zufall: Entscheiden Sie sich für unabhängige Druckprüfungen

Sicherheit vor der Inbetriebnahme. Mit Hydrotests, pneumatischen Prüfungen und Berstprüfungen weisen Sie nach, dass Komponenten und Systeme unter Betriebsdruck oder erhöhtem Druck sicher und zuverlässig funktionieren, auf Wunsch unter ISO 17025-Akkreditierung und mit digitaler Darstellung der Prüfungen über das ITIS Cloud Portal.

Häufig gestellte Fragen zu einer Druckprüfung
Was ist ein Drucktest?

Ein Drucktest ist eine Prüfung, bei der eine Anlage, Leitung oder Komponente unter Überdruck gesetzt wird, um die mechanische Festigkeit und die praktische Dichtheit zu beurteilen. Je nach Norm handelt es sich um einen Festigkeitstest, einen Dichtigkeitstest oder eine Kombination davon.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drucktest und einem Lecktest?

Bei einem Drucktest überprüft man vor allem, ob das System den Prüfdruck sicher aufnehmen kann und ob es bei diesem Druck keine sichtbaren Lecks gibt.

Ein Lecktest konzentriert sich auf die genaue Quantifizierung der Leckrate, oft mit empfindlichen Messgeräten und Gasspuren, zum Beispiel in mbar·l/s oder Pa·m³/s.

Drucktests sind gröber und als konstruktive Prüfung gedacht, Lecktests sind feinmaschig und dienen dazu, Mikrolecks zu erkennen.

Wann entscheide ich mich für einen Drucktest und wann für einen Dichtheitstest?

Für die Abnahme, Prüfzeitpunkte und konstruktive Beurteilungen ist ein Drucktest meist ausreichend, sofern Ihr Entwurf und die Norm dies zulassen. Ein Dichtheitstest ist sinnvoll, wenn sehr geringe Leckraten erforderlich sind, beispielsweise bei Helium-Dichtheitsprüfungen oder flüchtigen Emissionsanforderungen. In vielen Fällen wird zunächst ein Drucktest durchgeführt und nur bei speziellen Anforderungen zusätzlich ein Dichtheitstest.

Was ist ein Hydrotest?

Ein Hydrotest ist ein Drucktest mit einem nahezu nicht komprimierbaren Medium, meist Wasser. Das System wird gefüllt, unter Druck gesetzt und für eine bestimmte Zeit unter Testdruck gehalten, um die Festigkeit und sichtbare Dichtheit zu beurteilen.

Warum werden Druckprüfungen meistens mit Wasser durchgeführt?

Wasser ist praktisch nicht komprimierbar, dadurch ist die gespeicherte Energie bei einem Hydrostattest viel niedriger als bei einem Test mit Gas. Bei einem Defekt strömt Wasser aus, aber es entsteht keine explosive Entladung. Dadurch ist ein Hydrostattest meistens sicherer, und man kann in der Regel auch höher testen als bei einem pneumatischen Drucktest.

Wie unterscheidet sich ein Hydrotest von einem „Lecktest mit Wasser“?

Bei einem Hydrotest wird auf einen klar definierten Prüfdruck getestet, oft nach Norm, und es wird neben sichtbaren Lecks auch auf Festigkeit und eventuelle bleibende Verformungen geachtet. Ein einfacher „Lecktest mit Wasser“ kann bereits darin bestehen, ein System bis zu einem bescheidenen Druck zu füllen, um Montagefehler aufzuspüren. Beide sind Drucktests, aber ein normierter Hydrotest hat strengere Anforderungen an Prüfdruck, Prüfdauer, Temperatur und Beurteilung.

Ist ein Hydrotest ein Dichtigkeitstest?

Nein. Ein Hydrotest ist primär eine Festigkeits- und grobe Dichtigkeitsprüfung. Man beurteilt sichtbare Leckagen, beispielsweise Tropfen oder Wasserstrahlen. Die Empfindlichkeit ist begrenzt, es wird nicht in mbar·l/s oder vergleichbaren Leckraten berichtet. Für dieses Detaillierungsniveau ist ein separater Dichtigkeitstest erforderlich.

Auf welchen Druck wird ein Hydrotest normalerweise durchgeführt?

Typischerweise wird bei etwa 1,3 bis 1,5-facher Nenndruck oder maximal zulässigem Druck getestet, korrigiert für Materialeigenschaften bei Prüftemperatur. Der genaue Faktor hängt von der verwendeten Norm ab, zum Beispiel ASME oder EN, und der Art der Anlage.

Welche Vorbereitungen sind für einen Hydrotest notwendig?

Das System muss vollständig befüllt und entlüftet sein, Absperrventile und Sicherheitsventile müssen gemäß Verfahren positioniert sein und Instrumente müssen für den Prüfdruck geeignet sein. Darüber hinaus muss auf Korrosionsschutz, Entwässerung und sicheres Entlüften nach Abschluss geachtet werden.

Darf während eines Hydrotests ein kleiner Wasserverlust auftreten?

Nach den meisten Normen ist „keine sichtbare Undichtigkeit“ das Kriterium. Eine tropfende Verbindung oder eine schwitzende Schweißnaht wird dann als Abnahmeverweigerung angesehen. In der Praxis kann ein Auftraggeber in seiner Spezifikation noch zwischen Festigkeitstest und Dichtheitstest unterscheiden, aber das muss vorher klar sein.

Ist es wichtig, dass ein Prüfobjekt vor einem Hydro- oder Bruchtest gasfrei (gut entlüftet) ist?

Ja, das ist sehr wichtig. Verbleibende Gasblasen wirken wie eine Feder: Sie speichern zusätzliche Energie und können beim Versagen eine viel heftigere Entladung verursachen als wenn das Prüfobjekt vollständig mit Wasser gefüllt ist. Dadurch steigt das Risiko von Verletzungen und Schäden.

Außerdem stören Gasblasen die Messung: Die Druckreaktion wird weniger vorhersehbar und kleine Lecks oder Verformungen sind schwieriger zu beurteilen. Deshalb sollte einem Hydro- oder Bruchtest immer ein sorgfältiges Füllen und Entlüften vorausgehen, damit das Gasvolumen im System so klein wie möglich ist.

Was ist ein pneumatischer Drucktest?

Ein pneumatischer Drucktest ist ein Drucktest mit einem komprimierbaren Gas, zum Beispiel Luft oder Stickstoff. Der Testdruck liegt meist näher am Auslegungsdruck als bei Hydrostaten, aufgrund der größeren Sicherheitsrisiken bei einem Versagen.

Wann wird ein pneumatischer Drucktest angewendet?

Pneumatische Tests werden eingesetzt, wenn Wasser unerwünscht ist, zum Beispiel in trockenen oder sauerstoffempfindlichen Systemen, in der Instrumentierung und in Anlagen, bei denen verbleibender Wasserschaden oder Kontamination verursacht wird. Manchmal folgt ein pneumatischer Test auf einen hydrostatischen Test als zusätzliche Dichtheitskontrolle.

Warum ist ein pneumatischer Test riskanter als ein Hydrotest?

Gas ist stark komprimierbar und enthält bei gleichem Druck viel mehr gespeicherte Energie als Wasser. Bei einem Versagen kann diese Energie abrupt freigesetzt werden, mit Risiko von Fragmenten und Stoßwellen. Daher sind Prüfdruck und Sicherheitsmaßnahmen bei pneumatischen Tests strenger und der Prüfdruck oft niedriger als bei einem Hydrotest.

Auf welchen Druck wird pneumatisch geprüft?

Viele Codes verwenden einen Prüfdruck von etwa 1,1 bis 1,25 Mal dem Auslegungsdruck. Der genaue Wert hängt von der Norm und dem Verhältnis der zulässigen Spannungen bei Prüf- und Betriebstemperatur ab. Pneumatische Prüfungen werden fast nie bis zum Bruchdruck durchgeführt, dafür sind Bruchtests vorgesehen.

Wie wird ein Leck bei einem pneumatischen Drucktest beurteilt?

Meist wird der Druck über einen bestimmten Zeitraum gehalten und es wird auf Druckabfall sowie hörbare oder sichtbare Lecks geachtet, zum Beispiel mit Seifenwasser an verdächtigen Stellen. Es wird kein quantitativer Leckwert in mbar·l/s berichtet, es sei denn, dies wurde ausdrücklich als Lecktest eingerichtet.

Was ist ein Bersttest?

Ein Bersttest ist eine zerstörerische Druckprüfung, bei der ein Bauteil, wie eine Leitung, ein Fitting, ein Schlauch oder ein Druckbehälter, unter Druck gesetzt wird, bis es versagt. Ziel ist es, den Berstdruck zu bestimmen und zu überprüfen, ob ausreichende Sicherheitsreserven im Vergleich zum Auslegungsdruck vorhanden sind.

Wann werden Rissprüfungen durchgeführt?

Rissprüfungen werden vor allem in Entwurfs- und Typgenehmigungsverfahren durchgeführt, bei neuen Produkten oder bei Änderungen von Materialien oder Wandstärken. Sie werden üblicherweise an repräsentativen Probekörpern durchgeführt, nicht an allen Produktionsstücken.

Mit welchem Medium werden Rissprüfungen durchgeführt?

Bevorzugt mit einem nahezu nicht komprimierbaren Medium, zum Beispiel Wasser oder Öl, um Risiken bei Versagen zu begrenzen. Rissprüfungen mit Gas sind möglich, erfordern jedoch sehr strenge Sicherheitsmaßnahmen und einen geeigneten Testbunker mit entsprechender Messeinrichtung.

Was wird bei einem Rissprüfung bewertet?

Wichtig sind der Rissdruck, der Ort und die Art des Versagens, zum Beispiel Längsnaht, Schweißnaht, Anschluss oder Grundmaterial. Außerdem wird geprüft, ob es vor dem Versagen zu Undichtigkeiten oder sprödem Bruch kommt und ob das Verhalten der Materialien mit der Konstruktion und der Norm übereinstimmt.

Wie verhält sich der Berstdruck zum Auslegungsdruck?

In vielen Normen und Produktstandards gilt, dass der Berstdruck ein Vielfaches des Auslegungsdrucks sein muss, zum Beispiel das 3- oder 4-fache des maximalen Betriebsdrucks. Der genaue Faktor ist produkt- und normabhängig und wird im Typgenehmigungsverfahren nachgewiesen.

Kann ich mit einem Hydrostattest überprüfen, ob meine Anlage „praktisch dicht“ ist?

Ja, ein Hydrostattest ist gut geeignet, um sichtbare Lecks, Montagefehler und mechanische Schwachstellen aufzuspüren.

Für Mikrolecks auf sehr niedrigem Niveau ist ein spezieller Lecktest nötig, aber für die meisten Prozessanlagen ist ein korrekter Hydrostattest der Standard.

Wann wähle ich Wasser und wann Gas als Prüfmedium?

Standardmäßig wird (demi)Wasser verwendet, wegen Sicherheit und Verfügbarkeit. Gas wird gewählt, wenn Wasser für das System nicht akzeptabel ist. Wenn Gas benötigt wird, muss vorher eine sorgfältige Risikoanalyse durchgeführt werden und der Prüfdruck liegt meist niedriger als bei einem Hydrostattest.

Können Drucktests mit Wasser und Gas in einem Qualifikationsverfahren kombiniert werden?

Ja. Oft wird zuerst ein Hydrotest zur Festigkeit und groben Dichtheit durchgeführt, gefolgt von einem pneumatischen Niederdrucktest zur praktischen Dichtheit oder einem separaten Lecktest, wenn die Spezifikation dies erfordert. Der Aufbau und die Reihenfolge werden in einem Prüfplan festgelegt.

Was ist der Unterschied zwischen einem periodischen Drucktest und einem Drucktest nach der Produktion?

Ein Drucktest nach der Produktion oder Reparatur dient dazu, das Bauteil oder System für die Nutzung freizugeben. Periodische Drucktests werden eingesetzt, um im Laufe der Zeit nachzuweisen, dass die Anlage noch ausreichend stark und dicht ist. Die Prüfdrucke und Akzeptanzkriterien können für diese zwei Situationen unterschiedlich sein und müssen im Wartungsplan festgelegt werden.

Warum bevorzugen Sie es, ein Prüfobjekt zuerst zu evakuieren, bevor Sie einen Hydro- oder Bersttest durchführen?

Wenn technisch möglich, evakuieren wir ein Prüfobjekt zuerst auf einen niedrigen absoluten Druck. So entfernen wir die meiste Luft und Gase aus dem System, bevor wir es mit Wasser füllen.

Der Vorteil ist zweifach: Man weiß so gut wie sicher, dass das Objekt gasfrei ist (viel sicherer bei einem Versagen) und die Position des Objekts während des Füllens und Entlüftens wird weniger kritisch, da kaum noch Gasblasen vorhanden sind, die sich ansammeln könnten. Das macht den Test vorhersehbarer, sicherer und besser reproduzierbar.

Bei ITIS ist es für uns selbstverständlich, unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Wir verstehen ihre Bedürfnisse und Wünsche und konzentrieren uns stets darauf, höchste Qualität bei Service und Lösungen zu liefern.

Logo
Logo
Logo
Logo
Logo
Logo
Logo
Logo
Logo
Jeroen De Dobbelaere
Hilde Nieuwdorp
Patrick Van Tol
Wir werden durchschnittlich bewertet mit: Zu allen Bewertungen
8,9