Im Gespräch mit Geschäftsführer und Inhaber Colin Zegers

Die Reduzierung und Vermeidung von Emissionen wird immer wichtiger, insbesondere in der Industrie. Dabei darf man nicht nur die sichtbaren Emissionen am Ende eines Produktionsprozesses betrachten, sondern auch die „unsichtbaren“ Emissionen während des Prozesses selbst. Das zeeländische Unternehmen ITIS kann dabei eine wichtige Rolle spielen – wenn es die Chance dazu bekommt.

Van Aken ITIS 230 min

Viele Tonnen an Rohstoffen und Energie gehen während eines Produktionsprozesses oft unbemerkt verloren. „Zum Beispiel über schlecht funktionierende Ventile, defekte Absperrschieber und verschlissene Stopfbuchspackungen“, erklärt Colin Zegers. Er ist Geschäftsführer und Inhaber von ITIS, einem auf die Prüfung und Inspektion solcher Industriebauteile spezialisierten Unternehmen. ITIS hat ein Monitoring-System entwickelt, um zu ermitteln, wie groß der Emissionsschaden ist. „Die Leckageraten, die wir derzeit sehen, sind enorm. Bis zur Null-Emission im Jahr 2050 ist es noch ein weiter Weg. Wir leisten dazu gerne unseren Beitrag.“

Die Chance erhalten

Das ist keine leichte Aufgabe. „Es ist schwierig, bei Industrieunternehmen hereinzukommen. Sie orientieren sich vor allem an ihren Genehmigungsauflagen, und solange sie diese erfüllen, gibt es wenig Motivation, weiter zu verbessern. Es braucht politischen Druck, um hier etwas zu ändern – es sei denn, wir bekommen die Gelegenheit zu zeigen, welche Einsparungen möglich wären. Allein bei Dampfleckagen kann ein Unternehmen schnell Zehntausende Euro sparen.“

Einsparungen bei ITIS selbst

Auch Colin ist ständig auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten in seinem eigenen Unternehmen. „Wir haben beispielsweise ein modernes Gebäude mit guter Isolierung, überall LED-Beleuchtung und 138 Solarpaneele. Allerdings liefern diese Paneele im Sommer zu viel und im Winter zu wenig Strom, sodass wir dennoch das Netz in Anspruch nehmen müssen. Am liebsten hätten wir einen eigenen Puffer, etwa in Form von Batteriespeichern oder vielleicht in Zukunft sogar eine Umwandlung in Wasserstoff als Energiespeicher.“

Wenn man nicht aufpasst

Ob und wie dies eine Lösung sein könnte, auch im Hinblick auf andere Entwicklungen, ist für Colin eine schwierige Frage. „Unter anderem weil der Energiemarkt so stark schwankt und ich eine klare Linie seitens der Regierung vermisse, fällt es mir schwer, eine Richtung festzulegen. Außerdem möchte man als Unternehmer seine Zeit in das Unternehmen investieren. Wenn man nicht aufpasst, verbringt man 20 % seiner Zeit mit solchen Themen und verliert zwischendurch eine Menge Energie, weil Entscheidungen so schwierig sind.“

Gespräch über Energieeinsparung

Ein externer Berater könnte laut Colin eine Lösung bieten. „Man muss jedoch darauf achten, dass man jemanden vor sich hat, der nicht für die eigene Sache predigt. Ein Solarzellenexperte wird immer Solarzellen empfehlen. Von Impuls Zeeland habe ich bereits einen Vorschlag erhalten, mit jemandem über Energieeinsparung zu sprechen. Dafür bin ich auf jeden Fall offen, nur fehlte mir im letzten Quartal die nötige Zeit.“

Fachwissen des Coaches

Wenn ein unabhängiger Transitionscoach vorbeikommt, muss dieser ebenfalls gut qualifiziert sein, ergänzt Colin. „Er muss über die verfügbaren Techniken und die Kennzahlen Bescheid wissen. Mit vagen Begriffen wie ‚kurze Amortisationszeit‘ kann ich nichts anfangen. Ich möchte genau wissen, wie viel Geld es kostet und einspart, wie lang die Amortisationszeit genau ist und welche Förderungen ich in Anspruch nehmen kann.“

Blick für das einzelne Unternehmen

Ein Transitionscoach sollte, so Colin, zudem ein Auge für die spezifische Situation eines Unternehmens haben. „Was Ausgangssituation und technische Optionen betrifft, aber auch die finanziellen Möglichkeiten. Bei dem einen Unternehmen stapelt sich das Geld, während das andere jeden Cent zweimal umdrehen muss. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Empfehlung. Maßarbeit ist wirklich wichtig. Branchenkenntnis halte ich dabei für weniger entscheidend – die haben wir selbst.“

ITIS

Zusammenarbeit

Colin sieht in KicMPi einen guten Partner für die Bereitstellung unabhängiger Transitionscoaches. „Genauso wie ich das auch bei Impuls Zeeland sehe. Ich fände es gut, wenn diese Parteien gemeinsam an einem Strang zögen und dies nicht getrennt voneinander machten. Sie können sich gegenseitig stärken.“

Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten

  • Es ist nicht einfach, selbst zu bestimmen, welche Schritte man in der Energiewende am besten unternehmen sollte.
  • Verfügbare Techniken und Technologien verändern sich schnell, ebenso wie die Faktoren, die die Wirtschaftlichkeit beeinflussen, etwa der Energiepreis.
  • Der frische Blick eines Außenstehenden bzw. Transitionscoaches kann vor allem für kleinere Unternehmen von großem Mehrwert sein. Ein Transitionscoach muss die spezifischen Umstände eines Unternehmens berücksichtigen.
  • Wichtige Anforderungen an diesen Außenstehenden sind:
  • Tiefgehendes technisches Know-how und Verständnis der operativen Prozesse eines Unternehmens.
  • Der Transitionscoach muss unabhängig sein und darf keinerlei Interessen bei Lieferanten oder Wettbewerbern haben.
  • Es ist sehr wichtig, das Problem und die Herausforderung genau zu verstehen und diese Herausforderung mit einer Lösung und einem Anbieter zusammenzubringen. Unternehmen erwarten einen möglichst konkreten Rat, in dem regionale Partner, die bei der Umsetzung helfen können, eine wesentliche Rolle spielen.
  • Neben Beratung zu Technik und Lieferanten ist Einblick in die Wirtschaftlichkeit ebenfalls wichtig.
  • Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Organisationen wie KicMPi und Impuls Zeeland wird als Mehrwert gesehen. In jüngsten Gesprächen, die KicMPi mit verschiedenen Mitgliedern geführt hat, wurden das oben skizzierte Bild und der Bedarf bestätigt.
  • In jüngsten Gesprächen, die KicMPi mit verschiedenen Mitgliedern geführt hat, wurden das oben skizzierte Bild und der Bedarf bestätigt.
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