Ist „Null-Leckage“ als Anforderung realistisch?
Nein. „Null“ ist mit den uns bekannten Messmethoden nicht nachweisbar, man kann nur nachweisen, dass der Leckstrom unter festgelegten Bedingungen unter der Nachweisgrenze liegt. Deshalb arbeiten Normen mit einem maximal zulässigen Leckwert (≤ X in Pa·m³/s, mbar·l/s oder std cm³/s), inklusive Methode, Druck, Temperatur, Tracer und Messdauer.
Warum „Null“ nicht verifizierbar ist – kurz erklärt:
- Nachweisgrenze: Jedes Instrument hat eine Untergrenze.
- Messunsicherheit: Ergebnisse haben immer eine Streuung.
- Hintergrund/Rauschen: Umgebungs-Gas, Rest-Tracer und elektrisches Rauschen beeinflussen das Signal.
- Permeation und Desorption: Gase dringen durch Materialien oder kommen aus Hohlräumen (virtuelle Lecks).
- Bedingungen: Kleine Variationen bei Druck/Temperatur verändern den gemessenen Leckstrom.
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