DVT wird zu oft mit einer vollständigen Entwurfsverifizierung verwechselt
Der Artikel zeigt, dass Design-Validation-Tests (DVT) in der Praxis strukturell missverstanden werden – mit Risiken für Zuverlässigkeit und Sicherheit industrieller Armaturen. Colin Zegers erläutert, dass die DVT gemäß Shell MESC SPE 77/300 Anhang C ausschließlich den Leistungstest-Teil abdecken, also Sitzdichtheit, Emissionsfreiheit und Betätigungsmoment unter Auslegungsbedingungen, jedoch keine Aussage zu Designentwicklung, Lieferkette oder Produktionsvalidierung treffen. Dennoch behandeln viele Endanwender eine bestandene DVT als vollständige Freigabe, während essenzielle Schritte wie Gießereiaudits, Prozessinspektionen und Verifikation von Designänderungen außer Acht bleiben. So entsteht eine Scheinsicherheit, die zur Installation von Armaturen führen kann, deren tatsächliche Robustheit nie vollständig nachgewiesen wurde. Die Leistungstests in Anhang C werden über kontrollierte Druckprüfungen unter festgelegten Auslegungsbedingungen durchgeführt.
Zegers stellt eine klare Abgrenzung und korrekte Interpretation der MESC SPE 77/300 als entscheidend für fundierte Entscheidungen heraus. Anhang C ist ein unverzichtbares Instrument, um die Performance innerhalb der Design-Limits zu prüfen, verliert aber seinen Wert, wenn er vom breiteren Validierungsrahmen abgekoppelt wird, in dem auch ISO-bezogene Audits und mechanische Spezifikationen eine Rolle spielen. Als unabhängiger Ventil-Test-Spezialist betont Zegers, dass Endanwender selbst Verantwortung für eindeutige Prüfanfragen und realistische Erwartungen an Zertifikate übernehmen müssen. Wer verstehen will, wo DVT endet und echte Entwurfsverifizierung beginnt, findet im vollständigen Artikel Erkenntnisse mit unmittelbarer Wirkung auf Beschaffung, Risikomanagement und Betriebssicherheit.
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